Aufs Fahrrad für den Klimaschutz

Auf das Fahrrad für den Klimaschutz? – Die Niederlande können sich im Hinblick auf diesen Leitspruch als wahres Vorzeigebild in den Vordergrund manövrieren? Tatsache ist, dass die Niederlande das Fahrrad als ebenso vollwertiges Verkehrsmittel ansehen wie das Auto. Eigentlich eine tolle Idee, wenn man bedenkt, dass das Fahrrad im Vergleich nicht nur um ein Vielfaches kostengünstiger ist, sondern zudem auch die Umwelt positiv begünstigt – keine Abgase, keine verschmutzte Luft.

Die Niederländer sind maßlos begeistert von ihrem Fahrrad als für sie geltendes vollwertiges Verkehrsmittel. Nicht nur Studenten radeln morgens zur Uni, auch Arbeiter nutzen den Drahtesel, um zur Werkshalle zu gelangen – und man glaubt es kaum: Auch Manager und Vorstände treten morgens kräftig in die Pedale, um rechtzeitig an ihrem Schreibtisch zu sitzen und wichtige Telefonate entgegen nehmen zu können. Nun soll auch in Ländern wie Österreich und Deutschland der Gedanke für ein gesteigertes Umweltbewusstsein weiter forciert werden. Das scheint auch gar nicht so schwer zu sein, die Mehrheit von den Vorteilen des Drahtesels zu überzeugen, wenn man bedenkt, dass sowohl Öl- als auch Benzinpreise kontinuierlich ansteigen.

Für Hobby-Radler und echte Radprofis nehmen Mountainbikes, Trekkingräder, Citybikes, etc. klarerweise eine Vorrangstellung ein. Doch wie sieht es mit Unsportlichen, Jugendlichen und Kindern aus? Es ist tatsächlich so, dass die Radkäufe generell zunehmen. Auch der Rad-Online-Shop Bikester.at wird folglich höhere Umsatzzahlen erwarten können, sofern sich der momentane Trend des Radfahrens weiter fortsetzt. So äußert sich auch Trendforscher Matthias Horx zur Zukunftsvision der individuellen Mobilität und erklärt das Fahrrad bereits jetzt zum „ersten evolutionären Gewinner des Klimawandels“. Ja, es ist tatsächlich so, dass sich das Fahrrad steigender Beliebtheit sowie zunehmender internationaler Bedeutung erfreut. Das kündigt auch Horx mit seinen Worten, dass der „Boom des Fahrrads im öffentlichen Raum eine vielfältige Service- und Lifestyle-Kultur rund um die Pedale erzeugen wird“ an. Darüber hinaus prognostiziert Horx für das kommende Jahr, dass sich „Mountain-Biking und Fahrradwandern enorm professionalisieren werden“.

Zurzeit beläuft sich der Anteil des Fahrrads am Gesamtverkehr bei rund zehn Prozent. Das ist ein sehr geringer Anteil gegenüber jenem, welcher in den Niederlanden präsent ist. Dort nimmt das Rad, wie bereits festgehalten, einen ganz besonderen Stellenwert ein – nämlich einen Stellenwert, in dessen Rahmen es keinesfalls ungewöhnlich ist, sofern Vorstände großer Konzerne mit dem Rad ins Büro pendeln.

Auch zahlreiche Marketingkampagnen sprechen sich für das Rad als perfektes Fahrzeug für den Individualverkehr aus. So auch die VCD-Jugendkampagne „Fahr Rad! Fürs Klima auf Tour“, die Jugendliche und Kinder in Deutschland dazu anspornen soll, auf das zur Schule fahrende Elterntaxi zu verzichten und sich lieber aufs Rad zu schwingen. Der Gedanke dahinter besteht vor allem darin, Kinder und Jugendliche für den Klimaschutz zu begeistern und ihnen näher zu bringen, dass mit dem Rad CO2 gespart und damit die Umwelt besser geschützt werden kann. Alles in allem sollen Kinder und Jugendliche ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass Fahrradfahren nicht nur Spaß macht und fit hält, sondern vor allem auch dem alltäglichen Klimaschutz äußerst dienlich ist.

Was das Ergebnis dieser Kampagne betrifft, so sei festgehalten, dass sich seit ihrer Initialisierung im Jahre 2006 über 8.500 Teilnehmer, d.h. Kinder und Jugendliche, mit ihrem Fahrrad „Fürs Klima auf Tour“ begeben haben. Genau genommen haben es diese Teilnehmer geschafft, auf sowohl Schul- als auch Freizeitwegen mehr als 1,2 Millionen Radkilometer zurückzulegen. Damit konnten 171 Tonnen CO2 eingespart werden.